Donnerstag, 16. November 2017

Die Gabe, einen Fleck zum Leuchten zu bringen

Manche Tage passen wie ein Mosaik zusammen. Andere sind wie Dominosteine. Erst läuft es wie am Schnürchen, doch auf einmal stürzt alles zusammen.

Du willst nur noch eines: Verschwinden. Davonlaufen. Am besten fliegen.

Nur wo sind die Flügel geblieben? 

Alle schauen Dich an. Und warten. Die Luft ist zum Zerschneiden. Und du? Nickst - und gehst.

Was machst du? Dich unter einen Busch legen und die Wunde lecken?

Manche Türen verschließen sich, an irgendeinem Punkt im Leben.

Macht es Sinn, sie mit Gewalt wieder aufzusprengen? Mit Schlagstöcken gegen das Leben anzuhämmern?

Vielleicht ist es endlich an der Zeit, eine andere Türe zu öffnen. 

Mittwoch, 15. November 2017

Energietankstelle gefällig?

5 Uhr Nachmittag. Es ist schon dunkel. Die Kinder spielen in ihren Zimmern. Und ich? Könnte einen Artikel in der Zeitung lesen. Etwas Schönes kochen. Oder den Geschirrspüler ausräumen.

Aber ich fühle mich so kraft- und saftlos, dass ich zu nichts in der Lage bin. Dabei war der Tag eigentlich schön. Und gar nicht so energieraubend.

Habe ein erquickliches Seminar in der Uni gehalten. Ohne dass mich die Studierenden ausgebuht haben.

Habe mit meinem ehemaligen Chef angenehm zu Mittag gegessen und Möglichkeiten einer Weiterbeschäftigung eruiert (noch ohne Aussicht auf Erfolg, aber egal).

War mit Pavel im 'kleinen Garten', habe in der Erde gewühlt und Zweige zerhexelt. Derweil Pavel Steine zerkloppt hat, um einen Weg zu "pflastern". (Jetzt liegt alles voller Steinbrocken, aber egal).

Während Lola und Greta beim Geigen waren und alleine mit der Straßenbahn wieder nach Hause gekommen sind.

Ein runder, schöner, voller Tag.

Und ich? Bin ohne jede Energie.

Kennt ihr das?

Warum nur? denke ich. 

Was kann ich machen, um mich besser zu fühlen? Mich aufzupumpen, mit neuer Energie? Da muss es doch Tricks geben, Tipps.

Hab ich den falschen Job?

War die Gartenarbeit doch zuviel?

Denke ich zu viel nach, während ich etwas tue? Müsste ich mich mehr auf das Hier und Jetzt konzentrieren?

Mehr Sport, das ist es. Mehr Sport machen.

Wirklich?

Oder sollte ich mich vielleicht einfach einen Moment auf das Sofa legen? Mich einfach einen Moment lang auf das Sofa legen. Und - nichts tun! Nichts denken. Nichts fragen. Nichts lösen. Einfach: nichts.

Und wie wunderbar, liegt es sich da. Beine hoch. Kissen unter den Kopf. An die Decke starren. Ruhe, Endlich Ruhe.

Bestimmt 5 Sekunden. Da kommt Greta ins Wohnzimmer. "Mama, was machst DU denn da?" fragt sie und starrt mich entgeistert an.

"Ähm. Ich glaube, ich liege auf dem Sofa."

"Und was MACHST du da?"

"Nichts", sage ich. So selbstverständlich wie möglich.

"Na, dann ist ja gut", sagt sie und geht in die Küche, um sich etwas zum Naschen zu holen.

"Und was gibt's zum Essen heute?"

"Weiß ich noch nicht...", antworte ich.

Und denke: Nichts.

Montag, 4. September 2017

Durch den Wald...






Kleiner Indianer





Auschau halten nach...






Die Geschwister...


So gross sind sie schon.... und sie waren doch gerade noch so klein und Pavel gerade erst geboren  und wie lange ist das erst her... 
  


Dienstag, 29. August 2017

Bei Freunden in der Altmark


Endlich haben wir uns wieder getroffen, nach fast zwei Jahren. Die Familie von Gretas bestem Kindergartenfreund Edgar, die vor etwa 6 Jahren aus Leipzig weggezogen sind - aufs Land. In die Altmark.


In ein altes Bauernhaus, was sie langsam, Schritt für Schritt saniert haben. Ganz fertig ist es immer noch nicht... Aber wozu hat man Freunde?


Und Freude beim Handwerken...


Und Pavel tobt mit seinem besten Kumpel Jasper. Die beiden haben sich in ihrem Leben zwei Mal gesehen. Beim ersten Mal haben sie einen ganzen Abend lang gemeinsam getanzt. Und an diesem Wochenende sind sie nicht voneinander gewichen... Eine Seelenverwandtschaft.



Auch Lola hat jemanden gefunden, mit dem sie etwas ganz tiefes verbindet. Und den sie sichtbar anhimmelte....






Was es so braucht zum Glücklich sein... Eine Katze zum streicheln, ein Feuer mit ein paar Würstchen...


 eine Hollywoodschaukel....


Eidechsen fangen...


und natürlich Fußball!



Danke Euch, für dieses wunderbare Wochenende voller Sonne, Freude und guter Gespräche!

Dienstag, 18. Juli 2017

Moortheater in Basedow

(c) Moortheater-Medienwerkstatt

Pavel, Maxim und ich haben letzte Woche beim Moortheater  2017 in Basedow mitgewirkt. Und gemeinsam mit 60 Jugendlichen in einer Projektwoche ein Theaterstück auf die Beine gestellt. Es war eine grossartige Erfahrung zu sehen, wie in einer Woche das Stück geprobt, die Musik studiert, die Bühne gebaut, die Masken gebastelt, die Kostüme genäht wurden... mit einem tollen Team von engagierten Leuten. So dass am Samstag und Sonntag ein grossartiges Stück aufgeführt werden konnte.

(c) Moortheater-Medienwerkstatt
Initiiert wurde das alles von meiner Freundin Uta, die irgendwann anfing Geschichten aus dem Malchiner Moor aufzuschreiben und zu veröffentlichen. Und dann zusammen mit Lars Grünwoldt auf die Idee kam, dass man die Geschichten noch besser über Theater den Menschen nahebringen kann.

(c) Moortheater-Medienwerkstatt

Die erste Aufführung fand vor zwei Jahren statt, beim Moorbauern am Kummerower See, wo vor der kleinen Kneipe im Moor, zu der man nur im Boot kommen kann, auf einmal 250 Leute zu sitzen kamen. So dass sie sich rasch vergrössern mussten, und nun im riesigen Marstall in Basedow das Stück aufführen.

(c) Moortheater-Medienwerkstatt
 Uta wollte immer schon Theater machen. Hat aber zuerst den Weg der Naturwissenschaftlerin und Geographin genommen. Jetzt bringt sie Jugendliche dazu, sich mit dem Moor auseinanderzusetzen, mit seiner Vogel- und Pflanzenwelt und seinen Geschichten ... und diese auf die Bühne zu bringen. Wodurch sie Natur und Kultur verbindet und ihren Traum vom Theater wahr gemacht hat.

(c) Moortheater-Medienwerkstatt
In diesem Jahr habe ich zum ersten Mal auch an diesem engagierten Projekt mitwirken dürfen. Maxim und ich haben im Februar an einem Wochenende gemeinsam mit den Jugendlichen das Stück entwickelt, in einem Schreib- und Theaterimprovisations-Workshop. Und wie berührend war es zu sehen, wie die improviserten Ideen der Jugendlichen nun in einem so wunderbar inszenierten Stück an das grosse Publikum kommen durften.

(c) Moortheater-Medienwerkstatt

Danke Uta, dafür, dass du die Energie und die Leidenschaft aufbringst, deine verrückten Ideen einfach umsetzen. Und damit die Träume so vieler Menschen erfüllst!

(c) Moortheater-Medienwerkstatt

Ich würde mich freuen, wenn nächstes Jahr vielleicht auch Greta und Lola mit dabei sein könnten....

(c) Moortheater-Medienwerkstatt

Und nach den Impressionen der Vorbereitungstage, hier noch ein paar Bilder von der Aufführung:

(c) Moortheater-Medienwerkstatt

(c) Moortheater-Medienwerkstatt

(c) Moortheater-Medienwerkstatt

(c) Moortheater-Medienwerkstatt

(c) Moortheater-Medienwerkstatt

(c) Moortheater-Medienwerkstatt

Nicht zu vergessen, die Moortheater-Combo, unter der Leitung von Maxim.

(c) Moortheater-Medienwerkstatt

Und wenn ihr mehr sehen und erfahren wollt, schaut doch auf die facebook-seite des Moortheaters oder auf die Homepage: http://www.moortheater.de/ .  Und kommt nächstes Jahr unbedingt zur Vorstellung!